"Gehen Sie mit
der Zeit,
sonst gehen Sie mit der Zeit" Bruno
Gröning
Warum freiberufliche
Krankenpflege?
Die Gründe sind
sicherlich vielschichtig und können sicher nicht alle auf einer
Seite geklärt werden.
Sicher ist
jedenfalls für die Zukunft, dass in Anbetracht leerer Krankenkassen
die Leistungserbringer zu neuen Wegen gezwungen sind. Es kann sicher
nicht sein, dass zunehmende Unzufriedenheit im Beruf eine
Abwanderung in andere Sparten bedingt und so künstlich einen
diskreten Pflegenotstand erzeugt. Denn sicher wollen wir - die
wir aktiv im Beruf stehen - nicht etwa eines Tages - falls es
uns mal erwischt - ohne qualifiziertes Pflegepersonal allein
gelassen werden.
Eine echte
Alternative zum Auffangen von Personalengpässen sind sicher
Mitarbeiter, die bereit sind, persönliche Interessen
zurückzustellen, um dort einzuspringen, wo die (Personal-)Not am
größten ist. Es versteht sich von selbst, dass dies nur
Zeitarbeitsfirmen oder aber niedergelassene Pflege-Kolleg/inn/en
bewältigen können. Da der Verwaltungsaufwand bei Zeitarbeitsfirmen
durch Beratungspersonal und Bürokosten deutlich höher liegt, können
wir als Freiberufler sicher günstiger agieren - was letztlich wieder
den Krankenkassen zugute kommt.
Was kostet mich das
als Auftraggeber?
Sicher erst
einmal Zeit und Nerven, meinen Verwaltungsleiter davon zu
überzeugen, dass "Leihpersonal" keineswegs schlechter sein muß. Es
erzeugt vor allem Kosten, auf die man sicher nicht seit Anfang des
Jahres vorbereitet war, zusätzliche Ausfälle aber durch
Nicht-Belegung von Krankenbetten oder Besetzung von OP-Sälen
erheblich größere finanzielle Löcher schafft - ganz zu schweigen vom
Imageverlust in der Bevölkerung. Die entstehenden Kosten stehen von
vornherein fest, d.h. das "Risiko" bleibt kalkulierbar.
Ein verbreiteter
Fehler vieler Häuser ist die "Pro-Kopf-Rechnung" einer
Station/Abteilung. Hiermit ist keinesfalls die interne Zufriedenheit
garantiert. Häufig bunt gemischt aus unterschiedlichen
Vor-Erfahrungen (Kliniken) oder Kulturen lassen häufig das
Miteinander schwer werden. Es folgen Unzufriedenheit, Frustration,
"Kranksein" oder Krankheit. Diese Ausfälle sind teuer!!! Häufig
teurer als Supervision - wobei es immer noch schwierig ist,
geeignete Supervisionäre zu finden.
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